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Ratgeber

Lagerraum kündigen und den Inhalt sinnvoll verwerten

Der Mietvertrag für deinen Lagerraum läuft, aber das Abteil ist noch voll. Vielleicht hat sich die Lebenssituation geändert, vielleicht war die Einlagerung nur als Übergang gedacht, und die Monatsmieten summieren sich still weiter. Kündigen ist der einfache Teil. Die eigentliche Frage ist, was mit dem Inhalt passiert. Du musst ihn nicht wegwerfen und nicht Stück für Stück verscherbeln. Dieser Ratgeber zeigt dir ruhig und ohne Druck, wie du sauber kündigst, welche Fristen zählen und wie du den kompletten Inhalt als ein Los über LagerLos verwerten kannst, bevor die letzte Miete abgebucht wird.Stand: 16.08.2026 · LagerLos

Zuerst kündigen: Fristen prüfen, bevor der Räumdruck kommt

Bevor du an den Inhalt denkst, sichere dir Klarheit über den Vertrag. Bei den meisten Self-Storage-Anbietern gilt eine kurze Kündigungsfrist, oft 14 Tage zum Monatsende oder ein voller Kalendermonat. Das steht in deinem Mietvertrag, meist unter Laufzeit und Kündigung.

  • Hol den Vertrag heraus und notiere dir die exakte Frist und die Form. Viele Anbieter verlangen Textform, also eine Email oder ein Schreiben, kein Anruf.
  • Rechne rückwärts: Wann muss das Abteil komplett leer und besenrein übergeben sein? Dieser Termin ist dein echter Stichtag, nicht das Kündigungsdatum.
  • Kündige lieber früher als knapp. Eine Kündigung zum übernächsten Monatsende gibt dir Luft, den Inhalt in Ruhe zu verwerten, statt in Panik zu räumen.

Wichtig: Eine Kündigung entbindet dich nicht davon, das Abteil geräumt zurückzugeben. Solange etwas drinsteht, läuft in der Regel die Miete weiter. Genau deshalb lohnt es sich, die Verwertung parallel zur Kündigung zu starten.

Den Inhalt einschätzen statt vorschnell entsorgen

Vieles, was in Lagerräumen steht, ist mehr wert, als man im ersten Modus des Wegwerfens denkt. Werkzeug, Möbel, Haushalt, Sammlungen, Restposten aus einer alten Selbstständigkeit. Verschaff dir einen Überblick, bevor du den Container beim Entrümpler bestellst.

  • Geh das Abteil einmal komplett durch und mach Fotos. Du brauchst keine Einzelaufstellung, ein ehrlicher Gesamteindruck reicht.
  • Trenne grob: klar Wertvolles, Brauchbares, echter Müll. Oft ist die Müllfraktion kleiner als gedacht.
  • Rechne die Alternative durch. Eine Entrümpelung kostet dich Geld, eine Entsorgung kostet dich Geld, und die Zeit für den Einzelverkauf kostet dich Wochen. Der komplette Inhalt als ein Los verkauft dreht die Rechnung um: Du bekommst etwas dafür, statt draufzuzahlen.

Über LagerLos wird der gesamte Inhalt eines Loses so verkauft, wie er gesehen wird. Käufer wissen, dass sie ein Konvolut ersteigern, keine einzeln geprüften Artikel. Das nimmt dir den Aufwand, jedes Teil zu beschreiben, zu fotografieren und zu verhandeln.

So verwertest du den Inhalt über LagerLos

LagerLos ist ein Marktplatz, auf dem du den Inhalt deines Lagerraums als ein Los einstellst und Interessierte sieben Tage lang darauf bieten. LagerLos ist dabei Vermittler und bringt Verkäufer und Käufer zusammen. Es ist ein freihändiger Verkauf, keine Versteigerung nach Paragraf 383 BGB.

  • Los einstellen: Fotos vom Inhalt hochladen, kurz beschreiben, Standort und Abholzeitraum angeben. Anmelden und Einstellen ist kostenlos.
  • Sicher als Verkäufer starten: Verkäufer werden einmalig per Ausweis und Liveness-Check über den Dienst Didit identifiziert. Das schafft Vertrauen auf beiden Seiten.
  • Sieben Tage Gebotsphase: Interessierte bieten. Läuft in den letzten zwei Minuten noch ein Gebot ein, verlängert der Soft-Close die Zeit automatisch um zwei Minuten, damit niemand am Ende einfach überrumpelt wird.
  • Optionaler geheimer Mindestpreis: Du kannst eine Reserve hinterlegen. Wird sie nicht erreicht, gibt es keinen Zuschlag. Ihre Höhe bleibt für Bieter verdeckt.
  • Zuschlag und Abholung: Der Höchstbietende erhält den Zuschlag und holt den kompletten Inhalt vor Ort ab. Das Warengeld fließt direkt zwischen euch, LagerLos nimmt kein Kaufpreisgeld entgegen.

Für Bieter gibt es das geheime Maximalgebot: Das System bietet automatisch nur so viel wie nötig bis zu einem hinterlegten Höchstbetrag, den andere nie sehen. Das hält die Gebote fair und entspannt.

Was kostet dich das und was bleibt übrig

Die Gebühren sind klar geregelt und fallen erst an, wenn wirklich verkauft wird. Vorher zahlst du nichts.

  • Als Verkäufer zahlst du eine Provision von 10 Prozent auf den Zuschlagspreis.
  • Der Käufer zahlt zusätzlich ein Aufgeld von 15 Prozent auf sein Gebot.
  • Beide Beträge werden nach dem Zuschlag per Rechnung und Überweisung abgerechnet, nicht bar und nicht vorab.
  • Anmelden und Bieten bleibt kostenlos, es gibt keine Einstellgebühr.

Zur Gewährleistung, damit du deine Käufer richtig einschätzt: Beim Kauf von privat besteht in der Regel keine Gewährleistung. Verkaufst du hingegen gewerblich, also als Händler, gilt für Verbraucher das 14-tägige Widerrufsrecht. Für die meisten, die einen privaten Lagerraum auflösen, ist der Verkauf von privat der Normalfall.

Checkliste: Lagerraum kündigen und leer übergeben

Diese Reihenfolge nimmt dir den Stress, weil Kündigung und Verwertung ineinandergreifen, statt sich zu blockieren.

  • Mietvertrag prüfen, Kündigungsfrist und Form notieren.
  • Räumtermin rückwärts festlegen, mit Puffer für die siebentägige Gebotsphase.
  • Inhalt fotografieren und grob in wertvoll, brauchbar, Müll sortieren.
  • Persönliche Dokumente, Fotos und Erinnerungsstücke vorher herausnehmen. Verkauft wird der komplette Inhalt wie gesehen.
  • Los bei LagerLos einstellen, Verkäufer-Identifizierung erledigen, optional eine Reserve hinterlegen.
  • Sieben Tage laufen lassen, Zuschlag abwarten, Abholung mit dem Käufer terminieren.
  • Kündigung fristgerecht an den Anbieter schicken und den geräumten Raum besenrein übergeben.

So verlässt du den Lagerraum ohne offene Miete, ohne Entsorgungskosten und mit etwas in der Hand, statt mit einer Rechnung. LagerLos startet am 01.10.2026.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Lagerraum kündigen, obwohl er noch voll ist?

Ja, die Kündigung selbst ist unabhängig vom Inhalt. Wichtig ist nur, dass das Abteil bis zum vereinbarten Übergabetermin geräumt ist, sonst läuft die Miete in der Regel weiter. Deshalb lohnt es sich, die Verwertung des Inhalts parallel zur Kündigung zu starten und lieber mit etwas Puffer zu kündigen.

Muss ich jeden Gegenstand einzeln verkaufen?

Nein. Bei LagerLos verkaufst du den kompletten Inhalt deines Lagerraums als ein Los, so wie er gesehen wird. Du brauchst keine Einzelaufstellung, ein paar ehrliche Fotos und eine kurze Beschreibung reichen. Der Höchstbietende holt alles zusammen vor Ort ab.

Was kostet mich der Verkauf über LagerLos?

Anmelden und Einstellen sind kostenlos. Erst wenn verkauft wird, fällt für dich als Verkäufer eine Provision von 10 Prozent auf den Zuschlagspreis an. Der Käufer zahlt zusätzlich 15 Prozent Aufgeld. Beides wird nach dem Zuschlag per Rechnung und Überweisung abgerechnet, nicht bar.

Was ist, wenn der Erlös zu niedrig ausfällt?

Du kannst einen geheimen Mindestpreis, eine Reserve, hinterlegen. Wird dieser Betrag in der Gebotsphase nicht erreicht, gibt es keinen Zuschlag und du bist zu nichts verpflichtet. Die Höhe der Reserve bleibt für alle Bieter verdeckt.

Wie lange dauert der Verkauf, bevor ich räumen kann?

Die Gebotsphase läuft sieben Tage. Ein Soft-Close verlängert die letzten zwei Minuten automatisch um zwei Minuten, falls noch geboten wird. Plane diese Woche plus einen Abholtermin mit dem Käufer ein, wenn du deinen Räumstichtag rückwärts vom Kündigungsdatum berechnest.