Definition: Was genau ist eine Lagerraum-Versteigerung?
Eine Lagerraum-Versteigerung ist ein Verkauf, bei dem der gesamte Inhalt eines Lagerabteils, einer Garage oder eines Kellers als ein einziges Los an den Meistbietenden geht. Verkauft wird nicht der Raum selbst, sondern der komplette Inhalt, und zwar wie gesehen. Das bedeutet: Du kaufst alles zusammen im aktuellen Zustand, ohne Einzelauswahl und ohne dass jeder Gegenstand einzeln geprüft und beschrieben ist.
Bei LagerLos ist diese Versteigerung eine reine Online-Auktion. Es gibt kein Live-Event vor Ort, keinen Auktionator und keine Menschentraube vor einem geöffneten Rolltor. Stattdessen siehst du Fotos und Angaben zum Los, gibst dein Gebot über die Plattform ab und der Zuschlag erfolgt automatisch am Ende der Gebotsphase.
Rechtlich ist das ein freihändiger Verkauf. LagerLos tritt als Vermittler auf und bringt Verkäufer und Käufer zusammen. Es ist ausdrücklich keine öffentliche Versteigerung nach Paragraf 383 BGB durch einen bestellten Versteigerer.
Warum werden Lagerräume überhaupt verwertet?
Lagerräume, Garagen und Keller werden aus ganz alltäglichen Gründen leergeräumt und ihr Inhalt verwertet. Typische Anlässe sind:
- Ein Mietvertrag für ein Lagerabteil wird gekündigt und der Raum muss geräumt werden.
- Eine Wohnung oder ein Haus wird nach einem Umzug, einer Trennung oder einem Todesfall aufgelöst.
- Ein Betrieb wird aufgelöst oder verkleinert und Werkzeug, Material oder Möbel bleiben übrig.
- Ein Entrümpler, Vermieter oder Nachlasspfleger möchte übernommene Gegenstände sinnvoll zu Geld machen statt zu entsorgen.
Statt alles auf den Sperrmüll zu geben, stellt der Verkäufer den Inhalt als Los bei LagerLos ein. So bekommt die Ware einen fairen Marktwert und Käufer finden Gebrauchtes, Werkzeug, Möbel oder ganze Haushalte zum Gebotspreis.
Wie läuft eine Lagerraum-Versteigerung bei LagerLos ab?
Der Ablauf ist in klare Schritte gegliedert:
- Los ansehen: Jedes Los zeigt Fotos und Angaben zum Inhalt. Anmelden und Bieten sind kostenlos.
- Gebotsphase: Die Auktion läuft sieben Tage. In dieser Zeit kannst du jederzeit bieten.
- Geheimes Maximalgebot: Du hinterlegst den Höchstbetrag, den dir das Los wert ist. Das System bietet für dich automatisch nur so viel wie nötig, um an der Spitze zu bleiben, höchstens bis zu deinem Maximum. Andere sehen deinen Höchstbetrag nie.
- Soft-Close: Fällt in den letzten zwei Minuten noch ein Gebot, verlängert sich die Auktion um zwei Minuten. So kann niemand in der letzten Sekunde überraschen und faire Gebote gewinnen.
- Mindestpreis (optional): Der Verkäufer kann einen geheimen Mindestpreis festlegen. Wird er nicht erreicht, gibt es keinen Zuschlag. Die Höhe bleibt verdeckt.
- Zuschlag und Abwicklung: Wer am Ende vorne liegt und den Mindestpreis erreicht, bekommt den Zuschlag. Danach werden Kontaktdaten frei und Käufer und Verkäufer klären Bezahlung und Abholung.
Was kostet eine Lagerraum-Versteigerung?
Anmelden und Bieten sind bei LagerLos kostenlos. Gebühren fallen erst mit dem Zuschlag an:
- Käufer-Aufgeld: 15 Prozent auf den Zuschlagspreis.
- Verkäufer-Provision: 10 Prozent vom Zuschlagspreis.
Diese Gebühren stellt LagerLos per Rechnung und Überweisung nach dem Zuschlag. Wichtig zum Verständnis des Modells: LagerLos nimmt kein Kaufpreisgeld für die Ware entgegen. Das Warengeld selbst zahlst du direkt vor Ort an den Verkäufer, üblicherweise bei der Abholung. LagerLos berechnet nur die Vermittlungsgebühren.
Was gilt rechtlich bei einer Lagerraum-Versteigerung?
LagerLos ist Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer, der Kaufvertrag kommt zwischen diesen beiden zustande. Daraus folgen ein paar wichtige Punkte:
- Kauf wie gesehen: Du ersteigerst den kompletten Inhalt im aktuellen Zustand.
- Gewährleistung: Beim Kauf von einer Privatperson ist die Gewährleistung in der Regel ausgeschlossen. Kaufst du von einem gewerblichen Händler, hast du 14 Tage Widerrufsrecht.
- Identität der Verkäufer: Verkäufer werden per Ausweis und Liveness-Prüfung über den Dienstleister Didit identifiziert. Das schafft Vertrauen darüber, wer das Los einstellt.
- Kein Paragraf 383 BGB: Es handelt sich um einen freihändigen Verkauf über einen Marktplatz, nicht um eine öffentliche Versteigerung nach Paragraf 383 BGB.
LagerLos startet am 01.10.2026. Bis dahin kannst du dich mit dem Ablauf vertraut machen und dich vormerken.
Häufige Fragen
Ist eine Lagerraum-Versteigerung dasselbe wie im Fernsehen bei Storage Wars?
Nein. Bei LagerLos gibt es kein Live-Event, keinen Auktionator und keine Zuschauer vor einem geöffneten Rolltor. Die Versteigerung läuft komplett online als zeitlich befristete Auktion über sieben Tage. Du bietest über die Plattform und der Zuschlag erfolgt automatisch am Ende.
Was genau ersteigere ich bei einem Los?
Du ersteigerst den kompletten Inhalt eines Lagerabteils, einer Garage oder eines Kellers als ein Los, und zwar wie gesehen. Das heißt: alles zusammen im aktuellen Zustand, ohne Einzelauswahl. Die Fotos und Angaben zum Los geben dir vorab einen Eindruck vom Inhalt.
Was kostet mich das Ersteigern?
Anmelden und Bieten sind kostenlos. Gewinnst du ein Los, kommt ein Käufer-Aufgeld von 15 Prozent auf den Zuschlagspreis hinzu, das LagerLos per Rechnung stellt. Das Warengeld selbst zahlst du direkt vor Ort an den Verkäufer, meist bei der Abholung.
Was ist ein geheimes Maximalgebot?
Du hinterlegst den Höchstbetrag, den dir ein Los wert ist. Das System bietet dann automatisch für dich, aber nur so viel wie nötig, um vorne zu bleiben, höchstens bis zu deinem Maximum. Andere Bieter sehen deinen hinterlegten Höchstbetrag nie.
Habe ich als Käufer ein Widerrufsrecht?
Das hängt vom Verkäufer ab. Kaufst du von einer Privatperson, ist die Gewährleistung in der Regel ausgeschlossen und es gibt kein Widerrufsrecht. Kaufst du von einem gewerblichen Händler, steht dir ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu.