Was ist ein Reservepreis?
Ein Reservepreis ist ein geheimer Mindestpreis, den ein Verkäufer optional für sein Los hinterlegen kann. Erreicht das höchste Gebot am Ende der Gebotsphase diesen Betrag nicht, kommt kein Zuschlag zustande und das Los wird nicht verkauft.
Zwei Dinge sind wichtig zu verstehen:
- Die Reserve ist optional. Viele Lose laufen ganz ohne Mindestpreis, dann gewinnt schlicht das höchste Gebot.
- Die Höhe bleibt verdeckt. Kein Bieter erfährt, wie hoch die Reserve angesetzt ist. Sichtbar ist nur der Status, also ob die Reserve bereits erreicht wurde oder nicht.
Der Reservepreis schützt den Verkäufer vor einem Verkauf unter Wert, ohne dass er ein sichtbares Startgebot hoch ansetzen muss.
So funktioniert die Reserve bei LagerLos
Die Gebotsphase läuft 7 Tage. In den letzten 2 Minuten sorgt der Soft-Close dafür, dass jedes neue Gebot die Laufzeit um weitere 2 Minuten verlängert, damit niemand im letzten Moment überrumpelt wird.
Reserve und Proxy-Bieten greifen sauber ineinander. Du hinterlegst dein geheimes Maximalgebot, und das System bietet für dich automatisch nur so viel wie nötig, um vorn zu bleiben, höchstens bis zu deinem Maximum. Solange das laufende Höchstgebot unter der Reserve liegt, zeigt LagerLos an, dass der Mindestpreis noch nicht erreicht ist.
- Reserve erreicht: Das höchste Gebot bei Ablauf bekommt den Zuschlag.
- Reserve nicht erreicht: Es gibt keinen Zuschlag, das Los bleibt beim Verkäufer.
LagerLos ist dabei Vermittler. Der Verkauf ist ein freihändiger Verkauf, keine Versteigerung nach Paragraf 383 BGB.
Reservepreis aus Käufersicht
Als Käufer siehst du beim Bieten immer, ob die Reserve erreicht ist. Steht das Los noch unter dem Mindestpreis, weißt du, dass du höher bieten musst, damit ein Zuschlag überhaupt möglich wird.
Anmelden und Bieten sind kostenlos. Gewinnst du, kommt zum Zuschlagspreis ein Käufer-Aufgeld von 15 Prozent hinzu. Diese Gebühr rechnet LagerLos nach dem Zuschlag per Rechnung und Überweisung ab. Das eigentliche Warengeld zahlst du direkt vor Ort, LagerLos nimmt kein Kaufpreisgeld entgegen.
Verkauft wird der komplette Inhalt eines Loses wie gesehen. Beim Kauf von privat gibt es in der Regel keine Gewährleistung, beim Kauf von einem Händler hast du 14 Tage Widerruf.
Reservepreis aus Verkäufersicht
Als Verkäufer entscheidest du selbst, ob du eine Reserve setzt. Sie ist deine Absicherung gegen einen Verkauf unter Wert, ohne dass Bieter deinen Schmerzpunkt kennen. Weil die Höhe verdeckt bleibt, bietest du echten Wettbewerb und schreckst Interessenten nicht mit einem hohen, sichtbaren Startgebot ab.
Erreicht kein Gebot die Reserve, findet kein Verkauf statt. Kommt der Zuschlag zustande, fällt eine Verkäufer-Provision von 10 Prozent an, ebenfalls per Rechnung und Überweisung nach dem Zuschlag.
Vor dem Einstellen werden Verkäufer per Ausweis und Liveness-Prüfung über Didit identifiziert. Das schafft Vertrauen auf beiden Seiten des Marktplatzes.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn der Reservepreis nicht erreicht wird?
Dann kommt kein Zuschlag zustande. Das Los wird nicht verkauft und bleibt beim Verkäufer. Ein Verkauf findet nur statt, wenn das höchste Gebot die geheime Reserve erreicht oder übersteigt.
Sehen Bieter die Höhe des Reservepreises?
Nein. Die Höhe der Reserve bleibt immer verdeckt. Bieter sehen nur den Status, also ob der Mindestpreis bereits erreicht ist oder noch nicht.
Hat jedes Los einen Reservepreis?
Nein. Die Reserve ist optional. Setzt der Verkäufer keinen Mindestpreis, gewinnt am Ende der 7-tägigen Gebotsphase einfach das höchste Gebot.
Was ist der Unterschied zwischen Reservepreis und Maximalgebot?
Der Reservepreis ist der geheime Mindestpreis des Verkäufers, unter dem er nicht verkauft. Das Maximalgebot ist dein persönliches, ebenfalls geheimes Limit als Bieter, bis zu dem das System per Proxy automatisch für dich mitbietet.
Kostet ein Gebot etwas, wenn die Reserve nicht erreicht wird?
Nein. Anmelden und Bieten sind kostenlos. Gebühren fallen nur bei einem tatsächlichen Zuschlag an, dann 15 Prozent Käufer-Aufgeld und 10 Prozent Verkäufer-Provision per Rechnung nach dem Zuschlag.